Schulterluxation – ausgekugelte Schulter
Eine Schulterluxation (die Schulter kugelt aus) entsteht, wenn der Gelenkkopf des Oberarmknochens den Kontakt mit der relativ kleinen Gelenkfläche des Schulterblatts verliert. Der Gelenkkopf luxiert häufig nach vorne.
Warum bekommt man eine Schulterluxation?
Die Luxation entsteht in der Regel spontan im Zusammenhang mit einer sportlichen Aktivität, bei der man sich mit dem Arm abstützt.
Die Luxation entsteht bei einem Sturz, bei dem Sie sich mit der Hand abstützen oder direkt auf die Schulter fallen. Abhängig davon, wie schwer die Verletzung ist, kann ein Teil des Knorpelrandes abreißen, eine sogenannte Labrumläsion, und auch ein Teil des Knochenrandes kann abreißen. Wenn das geschieht, kann ein chronischer Zustand entstehen, bei dem sich die Schulter instabil und schmerzhaft anfühlt. Es kann vorkommen, dass die Schulter in Zukunft mehrmals auskugelt.
Symptome
Bei der akuten Luxation im Zusammenhang mit dem Sturz muss man meistens Hilfe in Anspruch nehmen, um die Schulter wieder einzurenken. Die Luxation ist mit starken Schmerzen verbunden, bis die Schulter wieder eingerenkt ist. Nach einigen Wochen wird die Schulter wieder normal sein.
Besonders bei jüngeren Personen besteht die Neigung, dass die Schulter bei bestimmten Bewegungen ohne ein eigentliches Trauma ganz oder teilweise auskugelt. In diesen Fällen ist es notwendig, die Schulter zu operieren, um sie wieder zu stabilisieren.
Untersuchung
Bei einer klinischen Untersuchung der Schulter und Ihrer Krankengeschichte kann der Facharzt für orthopädische Chirurgie die Diagnose relativ sicher stellen. Es wird auch ein Röntgenbild notwendig sein, um sicherzustellen, dass die Schulter ohne Bruch ist. In einigen Fällen kann man mit einer Ultraschalluntersuchung oder MRT-Untersuchung ergänzen.
Behandlung
In erster Linie wird die Behandlung physiotherapeutisches Training sein. Eine Operation kommt in Betracht, wenn nach einigen Monaten keine Besserung der Symptome eintritt. Die Operation wird ambulant mit sogenannter Schlüssellochtechnik durchgeführt, bei der man die stabilisierende Funktion der Bänder und des Labrums in der Schulter wiederherstellt.
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